Trennung beginnt nicht beim Vertrag, sondern bei der eigenen Klarheit.

Gründertrennung: Persönliche Entscheidung, die das ganze Unternehmen trifft 

Wenn ein Co‑Gründer über Trennung und Ausstieg aus dem Unternehmen nachdenkt, ist das nie nur eine private Entscheidung. Und einfach ist ein solcher Schritt erst recht nicht.

Ob persönlichen Gründe in den Vordergrund rücken oder weil nach vielen gemeinsamen Jahren die Vorstellungen auseinandergehen:  Der Moment, in dem eine Person aus der gemeinsamen Geschäftsführung aussteigen will, bringt schwierige und tiefgreifende Fragen mit sich.

Typische Gedanken 

„Mein Co‑Gründer und ich haben unser Unternehmen in den letzten zwölf Jahren wirklich gut entwickelt. Es läuft, wir haben tolle Mitarbeitende, stabile Kundenbeziehungen. Aber … ich sehe mich da nicht mehr.

Klar gab es auch immer mal unterschiedliche Meinungen, wir haben diskutiert und dann irgendwie entschieden. Aber in den letzten Monaten merke ich:  Eigentlich ist mir egal, welche Richtung wir strategisch verfolgen – und das erschreckt mich!
Ich will nicht, dass mir meine Firma egal ist. Das Unternehmen, das ich mit aufgebaut habe. Aber mein Antrieb ist weg.

Ich bin jetzt Mitte 40. Ich will nicht einfach so weitermachen bis zur Rente. Es muss sich etwas ändern – für mich. Und gleichzeitig weiß ich: Damit ändert sich auch extrem viel für die Firma und meinen Geschäftspartner. Diese Verantwortung macht mir plötzlich Angst.

Diese Gedanken sind weder egoistisch noch leichtfertig. Sie zeugen von großer Selbstreflexion und Verantwortung - für das Unternehmen, und für sich selbst. 

Wichtige Fragen

Wenn eine Geschäftspartnerin oder ein Mitgründer sich verändern und aus dem gemeinsamen Unternehmen ausscheiden will, sind rechtliche und formale Fragen oft nur ein kleiner Teil des Ganzen. Doch es gibt einen groben Ablauf. 

  • Erstens: Klärung der eigenen Bedürfnisse – erst einmal so weit, dass man sie überhaupt benennen und kommunizieren kann.
  • Zweitens. Das ehrliche Gespräch mit allen Geschäftspartnern. Wann und wie? 
  • Drittens: Einigung auf die formalen Modalitäten der Trennung. Die Firma soll nicht kaputtgehen – aber der oder die Ausscheidende soll auch nicht alles verschenken.
  • Viertens: Kommunikation an die Mitarbeitenden und Perspektive für das Unternehmen entwickeln. Gerade in kleinen Unternehmen ist die Geschäftsführung meist tief ins Tagesgeschäft eingebunden, und der verbleibende Partner steht (erst einmal) allein mit der Führungsrolle da.

Gründertrennung – im Startup‑Kontext oft als Founder Break‑up bezeichnet – geschieht nie nebenbei. Sie hat Auswirkungen auf das Team, die Organisation und die Zukunft des Unternehmens.

Doch genau wie bei Scheidungen oder Trennungen im privaten Bereich macht ein bewusster Umgang einen großen Unterschied. Eine professionelle Begleitung kann helfen, Klarheit zu gewinnen, Gespräche gut zu führen und Übergänge so zu gestalten, dass alle Beteiligten handlungsfähig bleiben.

Trennung im Führungsteam ist kein Scheitern – sondern oft ein notwendiger Entwicklungsschritt. Für den Einzelnen - und für das Unternehmen.

Je nach Situation begleite ich Gründertrennungen in unterschiedlichen Klärungsschritten – von der persönlichen Orientierung bis zur Neuordnung.
 

Wenn ihr vor einer unternehmerischen Trennung steht, braucht es zuerst Klarheit – nicht sofort eine Lösung.
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Weder egoistisch noch leichtfertig - 
Trennung als Gründerteam. 

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